Windkraft ja, aber bitte nicht so!

Windkraftanlagen (WKA) werden als ein wesentliches Instrument für eine erfolgreiche Energiewende angesehen. Bekanntlich beabsichtigen insbesondere die beiden „Koalitionsfraktionen“ aus SPD und CDU in Enzen auf einem Gebiet, das zum Teil im Besitz der Stadt ist, weitere Windräder aufzustellen.

 

Nachvollziehbare Argumente dagegen, die sowohl durch die Bürger in Enzen, als auch durch die FDP Zülpich vorgetragen wurden, sind in der bekannten, arroganten Art und Weise abgeschmettert worden. Dabei gibt es gute Argumente in Zülpich keine wei-teren Windkraftanlagen zu errichten. Man müsste auf Seiten von SPD und CDU nur einmal zuhören und sich auf Sachargumente einlassen.

 

Komisch ist, dass die geplante Anlage in Erftstadt bei Friesheim einhellig abgelehnt wird, da unter anderem der Abstand von nur 750 Metern in Richtung Weiler in der Ebene zu gering sei. Komisch ist, dass in Enzen der Abstand auch nur 750 Meter betragen soll.

 

Übrigens auch nur 750m zum Neubaugebiet in Dürscheven. Dies ist aber aus Sicht von CDU und SPD dann in Ordnung.

Könnte es vielleicht damit zusammenhängen, dass die Stadt am Projekt in Friesheim nichts verdient und sich in Enzen für den maroden Haushalt Zusatz- einnahmen auf Kosten und zulasten der Gesundheit der Enzener Bürger verspricht?

Gesundheit geht vor!

Den Vogel schießt aber die SPD/Grüne Landesregierung ab. Diese plant sogar 10% der Zülpicher Fläche für Windkraftanlagen frei zu geben. Aus Sicht der FDP sind sowohl die Pläne der Stadt, als auch die der Landesregierung abzulehnen.

 

Das folgende Sachargument spricht besonders gegen eine Konzentration von WKA relativ dicht an der Wohnbebauung. WKA sind gesundheitlich nicht unbedenklich.

Leider werden die gesundheitlichen Schädigungen durch Lärm und Infraschall immer noch heruntergespielt und bewusst von der Politik und Verwaltung verharmlost. Ärzte für Immissionsschutz haben die Wirkungen von Infraschall neutral und unter Hinzu- ziehung wesentlicher Forschungsergebnisse zusammengestellt. Nach Ansicht der Fachärzte kann ein Mindestabstand von 10H, also 10 mal die Höhe der WKA-Rotorspitze, von der Wohnbebauung einen gewissen Schutz gegen Schäden an der Gesundheit für Mensch und Tier bieten.

 

Wir fordern die große Koalition in Zülpich auf, die Entscheidung mehrere Windkraftanlagen in Enzen zu errichten, im Hinblick auf die gebotene Gesundheitsfürsorge für die Zülpicher Bürgerinnen und Bürger noch einmal dringend zu überdenken und wieder auf die Sachebene zurückzukehren.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0