Kreuze gegen Abrissbirne

Zur Zeit scheint es kein anderes Thema mehr zu geben, als den Wahlkampf. Am 14.05.2017 wird in NRW ein neuer Landtag gewählt und wir bitten Sie, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Ein Blick in Welt zeigt, dass freie Wahlen keine Selbstverständlichkeit sind.

 

Im letzten Amtsblatt haben wir auf Wunsch der Bürgerinnen und Bürger über unseren Antrag im nächsten Stadtentwicklungsausschuss berichtet. Die Bonner Straße soll sicherer werden, um die vielen Fast-Unfälle zu vermeiden und tatsächlichen Unfällen vorzubeugen. Dies hatten wir mit der Frage verbunden „Was können wir für Sie tun?“ 

 

Aus der Bügerschaft hat uns nun der Hinweis erreicht, dass nach Ablauf der Liege- und Ruhezeiten auch die an den Gräbern bestehenden Kreuze der Abrissbirne zum Opfer fallen. Aus unserer Sicht haben aber gesegnete Kreuze kein Verfallsdatum. Es handelt sich hier oft um Kunstwerke, die jeden Friedhof zieren und diesen Ort der Stille zu einem besonderen Ort machen. Es ist nicht nur ein Ort der Ruhe, sondern auch eine Begegnungsstätte für die Hinterbliebenen. Viele Dorfgemeinschaften kümmern sich um die Pflege und den Erhalt der Gräber.

 

Um nun die Kreuze vor der Abrissbirne zu schützen, haben wir Herrn Pastor Zimmermann, Herrn Bürgermeister Hürtgen und auch einen Zülpicher Unternehmer für ein Gespräch gewinnen können, um diesem Spuk eine Ende zu machen. Die Kreuze können entweder als Wegekreuze oder auch an prominenter Stelle auf einem Friedhof wieder aufgestellt werden. Da ein klarer Trend zu Urnenbestattungen zu erkennen ist, wird die Anzahl dieser Kunstwerke auf unseren Friedhöfen künftig abnehmen. Somit können auch Urnengrabreihen von den „alten“ Kreuzen flankiert werden. Wir regen an, dass St. Peter, die Verwaltung und die Eigentümer der Kreuze frühzeitig eine sinnvolle Nachnutzung besprechen sollten. Sicherlich werden Sie aus einem künftigen Amtsblatt das Ergebnis des Gesprächs erfahren.

 

Gerne schaffen wir auch Ihren Wünschen und Anregungen weiterhin Gehör. In diesem Sinne: „Was können wir für Sie tun?“

 

 

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