Langsam wird es eng in Zülpich

Dies gilt zumindest für all die Menschen, die sich kein Einfamilienhaus leisten können oder wollen.

 

Richtig ist, dass die Stadt Zülpich zur Zeit sehr viele Wohngebiete, auch auf den Dörfern, erschließt. Jedoch sind lediglich im Baugebiet Chlodwigstraße einige Mehrfamilienhäuser geplant. Ansonsten reden wir nur über  „wird wohnen in Zülpich“ immer teurer. Hier trübt eine schwarz-rote Wolke den Blick auf unsere Stadt und die Bedürfnisse vieler Einwohner.

 

In Bessenich beispielsweise kletterten die Grundstückspreise in fünf Jahren von 75 € auf 125 € je qm. Wichterich liegt zur Zeit bei rund 160 € je qm. Wir haben beim Marktführer recherchiert und im PLZ- Bereich Zülpich ganze sieben Wohnungen unterschiedlicher Größe gefunden, wovon aber keine unter 300 € kalt lag. Selektieren wir die Wohnungen unter 100 qm heraus, so bleiben noch zwei Wohnungen übrig, wobei eine als Sozialwohnung derzeit dient. Die preiswerteste Wohnung liegt bei 5,86 je qm- zum Vergleich: Der Sozialsatz für Zülpich liegt bei 5,04 €  je qm. Natürlich ist dieser Blick eine Momentaufnahme. Aber betrachtet man die Planung der Stadt Zülpich, so wird der Wohnraum für Normalverdiener ein teures und knappes Gut bleiben.

 

Viele Menschen haben sich über die neuen Gewerbeansiedlungen oder geplanten Erweiterungen im Zülpicher Industriegebiet gefreut. Dies waren gute und wichtige Schritte für die Entwicklung von Zülpich. Aber die Verwaltung und auch die schwarz-rote Koalition sollten versuchen, die Dinge zu Ende zu denken. Die Ansiedlungen und Erweiterungen der Unternehmen sind kein Verdienst der Zülpicher Verwaltung oder der Politik. Allein die Unternehmen haben sich für Zülpich entschieden!

 

Natürlich freuen wir uns auch vor diesem Hintergrund auf weiteren Zuzug in unsere Stadt. Dafür muss aber sowohl für die heutigen und auch für mögliche Neubürger bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Es fehlen bezahlbare Wohnungen zwischen 50 bis 80 qm. Ein Blick in die städtische Planung zeigt hier…. NICHTS.

 

Im Rahmen unserer Aktion: „Was können wir für Sie tun“, haben uns Bürgerinnen und Bürger auf dieses Problem angesprochen. Selbstverständlich werden wir versuchen, diesem Anliegen in der Politik und der Verwaltung Gehör zu verschaffen.