Verkehrssicherheit auf der Bonner Straße

Um es vorweg zu nehmen, uns geht es nicht um Schuldzuweisungen, nachdem auf der Bonner Straße der zweite schwere Verkehrsunfall an dem Fußgängerüberweg Adenauerplatz passiert ist.

 

Uns geht es darum, dort die Verkehrssicherheit zu verbessern.

 

Dabei ist uns klar, dass die Stadtverwaltung nicht der einzige Akteur in dieser Angelegenheit ist und eine ganze Reihe anderer Behörden in Verkehrssicherheitsfragen mitreden und im Wesentlichen bestimmen.

 

Hintergrund unseres erneuten Vorstoßes ist, dass unsere Vorschläge im letzten Jahr nur teilweise umgesetzt wurden. Eine Tempo 30-Regelung am Zebrastreifen und die Verbesserung der Beleuchtung waren von den Behörden abgelehnt worden.

 

Wir haben einen Verkehrsexperten in unseren Reihen, der über jahrelange Erfahrung in der Arbeit einer Unfallkommission verfügt. Unabhängig davon, dass Verkehrsunfälle auch auf menschliche Fehler zurückzuführen sind, gilt es bei Ortsterminen unfallbegünstigende Faktoren aufzufinden und für die Zukunft zu beseitigen.

 

Unsere Analyse hat folgende unfallbegünstigende Faktoren ergeben:

  1. Die Fahrbahn ist an dieser Stelle sehr breit, was in Verbindung mit dem Geschwindigkeitsniveau der Bonner Str. Unfälle mit querenden Fußgängern begünstigt. Hier bieten sich aus unserer Sicht als Lösungsansätze an, Tempo 30 für den Bereich des Überweges anzuordnen oder den Überquerungsweg durch den Einbau einer Mittelinsel zu verkürzen. Tempo 30 ist auch auf Bundesstraßen möglich, wenn eine Gefahrenstelle vorliegt. Der Überweg liegt auf einem Schulweg und ist auch als solcher beschildert. Nach dem zweiten Unfall kann man hier von einer Gefahrenstelle sprechen.
  2. Der Zebrastreifen auf der Fahrbahn ist ausreichend beleuchtet, aber der Gehweg auf der Seite der Chlodwigstraße nicht. Hier besteht ein Dunkelfeld bei der Annäherung von Fußgängern an den Überweg. Auf der Seite des Adenauerplatzes stehen drei Straßenlaternen im nahen Umfeld des Überweges, auf der Seite der Chlodwigstraße nur eine. Ein zusätzliches Leuchtmittel, das dieses Dunkelfeld aufhellt, wäre aus unserer Sicht notwendig. Der letzte Unfall ist bei Dämmerung passiert.

 

Wir haben die Stadtverwaltung gebeten, den zweiten Unfall zum Anlass zu nehmen, noch einmal einen Ortstermin mit den anderen Behörden vorzunehmen.

 

Die Stadtverwaltung hat zugesagt. Dafür bedanken wir uns.