Wie kann der Energiewende in Zülpich geholfen werden?

Nun will die Stadt Zülpich die Windkraft wieder in Enzen und Mülheim-Wichterich vorantreiben. Nach einer FNP Änderung, die jetzt in die Offenlage gehen soll,  sind 2 mal  3 Windanlagen geplant. Zwar hat die Landesregierung im Änderungsentwurf vom 17.04.18 für den LEP einen Mindestabstand von 1.500 Metern zu Wohngebieten vorgesehen, um besser Vorsorge für Menschen und Natur in der Nähe industrieller Windanlagen zu treffen. Solange aber noch die alten rot-grünen Gesetze gelten, will die Stadt schnell noch Windräder bauen lassen und Pacht aus Windanlagen in Enzen kassieren. Die Bürger sind besorgt wegen gesundheitlicher Risiken durch Körperschall und  Infraschall und lehnen weitere Windräder in Zülpich mehrheitlich ab. 

 

Leider werden von Windrädern die Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes nicht unterstützt. Vor allem wegen technisch und ökologisch fehlender Speichermöglichkeiten für den Windstrom. Bei Windstrom verdienen nur wenige. Die Bürger, die Natur und die Landschaft der Börde und Eifel  verlieren.

 

Wie könnte der Energiewende wirklich geholfen werden?

 

Einen Beitrag sollte  ein verstärkter Einsatz der Fotovoltaik  bei Wohngebäuden bringen. Ein Beispiel aus Zülpich. Werden die Gebäudedächer -soweit geeignet - mit Fotovoltaik ausgerüstet, so ergibt sich eine rechnerische Kapazität von 87 Megawatt (MW). Dies zeigt eine Studie, die die Stadt gemeinsam mit dem RWE schon 2013 durchgeführt hat. Diese Analyse wird  gerade aktualisiert. Nach einer Faustregel entsprechen 3 MW Fotovoltaik  etwa 1 MW Windstrom. Das bedeutet, dass die von der Verwaltung jetzt noch vorgeplanten 6  Windräder mit je 3 MW Kapazität also 18 MW zusammen durch 54 MW Solarkapazität ersetzt werden könnten. Sicher ein ambitioniertes Ziel aber besser als weitere Windmühlen in Zülpich. Dazu sollte z.B. verstärkt auf die existierenden Förderprogramme für Fotovoltaik und die Ergebnisse der neuen RWE Studie verwiesen werden. Mit Fotovoltaik sind Stromkosten von unter 10 Cent je kWh im Eigenverbrauch möglich.

 

Parallel muss die Planung für Windkraft aufgegeben werden.  Ein Entschluss, der dem Willen der Bürger in den betroffenen Stadtgebieten sehr entgegenkommen würde. Sicher ein Beispiel zum Nachdenken! Es funktioniert übrigens auch bei Mietwohnungen. Es gibt damit keine Verlierer!

 

Mit Fotovoltaik wird der Energiewende und den Klimazielen in Zülpich mehr geholfen als durch zusätzliche Windräder.