Corona – Kommunalwahl – Wahlkampf – Und was nun?

Die Kommunalwahl wird wohl – wie geplant – am 13.09.2020 stattfinden.

In Zülpich ist diese Wahl auch mit einer Bürgermeisterwahl verbunden. 

 

Die vergangenen Monate waren durch Corona geprägt. Daher wird es auch bis September möglicherweise nicht zu einem üblichen Wahlkampf mit Infoständen und anderen perönlichen Kontakten kommen können.

 

Sicher ist aber schon jetzt, dass ungeartet aller Unwegbarkeiten der Geschenke-Wahlkampf bei einigen Parteien schon begonnen hat.

 

Es werden in den Ausschüssen Anträge gestellt, die merkwürdiger kaum sein können. So soll z.B. der gesamte ÖPNV kostenlos bereit gestellt werden. Der Citybus soll fast konzeptlos Dörfer anfahren und damit Einzellösungen bedienen. Der Bau eines Hallenbads wird gefordert. Der Frankengraben soll aus Richtung Bonner Straße einen „Beipass“ erhalten, damit dort so richtig beschleunigt werden kann. Das dafür die halbe Grünanlage zwischen den beiden Straßen weg gebaggert werden muss, ist egal. Das sind nur einige wenige Beispiele, was unsere Mitbewerber alles vorhaben. Weitere Merkwürdigkeiten werden sicher folgen.

 

Wurde da nicht etwas vergessen? Ach ja- Corona und das liebe Geld. Wer soll das bezahlen ?

 

Die große Politik streitet derzeit fleißig darüber wie UND ob den Kommunen geholfen werden soll. Niemand weiß, wie unser Haushalt nach Corona und einem Kassensturz aussehen wird. In diesen Zeiten Wahl-Geschenke zu verteilen, ist verantwortungslos. Vielmehr ist der spitze Bleistift gefragt. Die Antwort auf die Frage nach der Bezahlung ist schnell gefunden: Wir alle durch unsere Grundsteuern (Erhöhungen?) ! Zumindest durch die Menschen, die in Zülpich ihren Wohnsitz haben.

 

Aus unserer Sicht muss zunächst die Haushaltslage objektiv geklärt werden. Wenn wir hier über einen Verzicht auf Wünscheswertes sprechen, so mag dies „spass-bremsend“ wirken. Es wird nicht darum gehen, alles zu streichen, sondern den richtigen Zeitpunkt für sinnvolle Investitionen zu finden. Das Thema ÖPNV ist dabei zentral zu sehen. Aber es muss ein strategisch zu Ende gedachtes Konzept sein, dass durch die Flexibilität der Citybusse ergänzt wird. Bedarfs- und Potentialanlysen gehören an den Anfang und keine Fahrpläne!

 

Wir werden Wert auf eine qualitative Stadtentwicklung legen, die keine Massensiedlung, sondern möglicherweise Mehr-Generationen-Projekte in den Vordergrund stellt. Wie sieht Ihre Meinung aus? Bügernähe = Zuhören!