Fr

06

Dez

2019

„Götterdämmerung“ in Zülpich?

2019 war ein spannendes Jahr. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich die

Bürgerinnen und Bürger nur einmal alle 5 bis 6 Jahre an der städtischen Politik durch Wahlen beteiligten. Dank der sozialen Netzwerke werden innerhalb kurzer Zeit viele Tausend Menschen in unserer Stadt über alle möglichen Vorgänge informiert. In der Regel folgt eine lebhafte und zwischenzeitlich auch faire Diskussion.

 

Als FDP war es uns eine Freude, eine Reihe von Bürgerinitiativen zu unterstützen und einen kleinen Beitrag zum Gelingen geleistet zu haben. Erinnern wir uns an die Enzener, die aus dem politischen Raum nur von uns Hilfe erhielten. Sie konnten sich erfolgreich gegen den Bau von Windrädern wehren, die mit einem viel zu geringen Abstand an das Dorf gebaut werden sollten.

 

Denken wir an die Bürgerinitiative zur Schaffung der Verbindungsstraße zwischen Nemmenich und Zülpich. Sie wird 2020 Wirklichkeit werden und Dürscheven, Ülpenich, Enzen, Nemmenich, Oberelvenich u.a. Dörfer den Weg zum Einkaufszentrum auf der Römerallee und den Tankstellen deutlich verkürzen. Letztlich war auch hier nur die FDP von der ersten Stunde bis zur Durchsetzung an der Seite der Menschen.

 

Die von uns angeführte Bürgerinitiative für eine Umgehung von Weiler i.d.Ebene läuft nach wie vor. Allerdings stoßen wir hier immer wieder gegen Beton übergeordneter Stellen. Aber wir kämpfen weiter.

 

Aktuell stehen wir an der Seite aller Menschen, die sich gegen eine Bebauung der Seegärten ebenfalls zu einer Bürgerinitiative formiert haben.

 

Für uns ist kluge Kommunalpolitik ohne Bürgernähe undenkbar!

 

Im kommenden Jahr sind Wahlen, bei denen Sie, sehr geehrte Damen und Herren über die Mehrheiten im Rat entscheiden werden. Kurz vor den Wahlen werden Sie mit Flyern, Plakaten, Info-Ständen u.v.m. über die Herrlickeiten der regierenden Koalition informiert werden. Allerdings sind wir der Meinung, dass es insbesondere die sog. kleinen Parteien waren, die als ständige „Ideen-Motoren“ Zülpich weiter gebracht haben.

 

Wir gehen davon aus, dass 2020 ein spannendes Wahljahr werden wird. Jetzt ist es aber an der Zeit, uns gemeinsam auf eine schöne Adventszeit zu freuen. Möge es uns auch 2020 gelingen, den Verstand zu erleuchten und das Herz für die Tugend zu erwärmen.

 

 

Mo

04

Nov

2019

Bördebahn und andere Themen!

Die stellvertretende Leitung unserer Verwaltung hat ein aus unserer Sicht gutes Konzept entwickelt, um den Vorlaufbetrieb der Bördebahn zu gestalten.

 

Die Busse kommen von der Römerallee in die Krefelder Straße. Für die Haltestelle wird auf den „Nebenarm“ der Krefelder Straße zurückgegriffen. 

 

Dies bedeutet, dass keine Linde der Haltestelle weichen muss!

 

Die Nebenanlagen der Haltestelle werden barrierefrei hergerichtet. Die Abfahrt der Busse erfolgt dann über die Düsseldorfer Straße.

 

Insgesamt hat die stellvertretende Leitung unserer Verwaltung die gesamte Herrichtung der Haltestelle zu erträglichen Kosten umsetzen können. Das finden wir gut! Wichtig ist auch, dass der Rat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen hat, das Gesamtkonzept „Bördebahn“ als strategischen Teil des Zülpicher ÖPNV-Systems einzuordnen. 

 

Wir dürfen nicht vergessen, dass alle Infra Strukturmaßnahmen auf Zülpicher Gebiet auch von uns bezahlt werden müssen. Davon ist die Schiene nicht betroffen, aber jeder km, den ein Bus zur Haltestelle fahren muss, geht zu unseren Lasten. Bei der Vielzahl der Dörfer kann dabei schnell eine enorme Summe (1,54 Euro je km) zusammen kommen. Es bedarf also weiterhin einer klugen Planung und guten Mischung zwischen Bus und Schienenverkehr. Die Entwicklung der Kosten, werden wir genau beobachten und zeitnah berichten.

 

Info-Stände und Gespräche mit den Bürgern

 

Wir möchten uns für die vielen guten Gespräche an unseren Info-Ständen bei Ihnen bedanken. Auch während unserer Rundgänge durch die Stadt, konnten wir von den Bürgerinnen und Bürgern viele gute Ideen aufnehmen. Es ist wirklich schön zu erkennen, dass viele Menschen die Kommunalpolitiker nicht beschimpfen, sondern sie als Ehrenamtler für unsere Stadt sehen. Wir konnten viele tolle Vorschläge notieren, die wir nun abarbeiten werden. Dabei geht es um Verkehrssicherungsmaßnahmen an verschiedenen Stellen – besonders am Bachtor- , um Neubaugebiete und vieles mehr.

 

Grundsätzlich möchten wir nochmal ganz deutlich herausstellen, dass die FDP Zülpich sich Neubaugebieten nicht verschließt. Das Gegenteil ist der Fall. Um unsere Stadt weiter entwickeln zu können, brauchen wir Neubürger. Nur sollte es langsam mal jedem klar werden, dass eine begleitende und frühzeitige KITA- und Schulplanung gleichzeitig entwickelt werden müssen. Einfach zu Ende denken!

 

Wir werden Ihnen auch künftig durch Stände und Rundgänge gerne für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen.

 

 

 

So

29

Sep

2019

Hektik in Zülpich ?

„Die meiste Zeit geht deshalb verloren, weil man die Dinge nicht zu Ende denkt“. Dies ist ein Zitat von Herrn Dr. Alfred Herrhausen. Worte, die zeitlos stimmen. Was passiert derzeit in Zülpich?

 

Der Vorlauf der Bördebahn ist lange genug bekannt, so dass ohne Hektik sinnvolle Regelungen für die Haltestelle Zülpich hätten getroffen werden können. Tatsächlich kamen die ersten Vorschläge der Verwaltung aber erst kurz vor der Sommerpause. Warum ist das so? 

 

Mit dem Bau des willkommenen Campus wird Ende des Jahres begonnen. Anfang des Jahres hielt der Bürgermeister eine sog. Info-Veranstaltung im Forum ab. Die Bürger und besonders die Anlieger sollten zu Wort kommen und ihre Bedenken vortragen. Ausdrücklich wies der Bürgermeister darauf hin, dass es sich „nur“ um einen Entwurf handelt. Dieser sah eine Hausbebauung zwischen Realschule und Königsbergerstraße vor. Es sollte „nur“ eine Idee sein. Tatsächlich war es der fast endgültige Entwurf dessen, was nun geschehen soll. Alternativen werden erst gar nicht diskutiert. Wir haben eine AckerDemie vorgeschlagen, die an anderer Stelle ausführlich vorgestellt wurde. Dieses Projekt hätte sicher ohne Hektik zwei bis drei Jahre Vorlauf benötigt. Eine andere Alternative wäre ein Hallenbad gewesen. Nun haben wir vier Sporthallen und immer noch kein Schwimmbad. 

 

Wurde hier über die Verwendung des Grundstücks, das schließlich nicht weglaufen kann, tatsächlich zu Ende gedacht? Ganz klar: NEIN !

 

Auch die Verwaltung sollte zwischenzeitlich bemerkt haben, dass sich in der Bevölkerung eine Ablehnung der Bebauung der Seegärten formiert. Wird zu diesem Thema mit den Menschen gesprochen? Nein ! Was versteht der Bürgermeister unter dem Wort „Bürgernähe“ ? Offenbar nichts. So wird auch dieses Thema zu gegebener Zeit in einem hektischen Streit enden. Vor der Wahl? Wir werden sehen.

 

Derzeit erleben wir eine Auseinandersetzung der UWV mit der Verwaltung über eine mögliche Kostenbeteiligung anderer Kommunen am Schülerverkehr. Wir sehen dieses Thema mit großer Ruhe und sind froh über jeden Schüler, der seinen Weg zum Schulstandort Zülpich findet (Meinung der FDP). Wie aber wird mit der anderen demokratischen Meinung umgegangen? Im Schulausschuss wirft ein SPD-Mieglied  der UWV offen ein lügenhaftes Verhalten vor. Damit nicht genug. Anschließend ergreift der Bürgermeister das Mikrofon und brüllt nochmal minutenlang hektisch den Kollegen an. Was soll das? 

 

Für unser Zülpich sollten wir uns Zeit nehmen und zu Ende denken.

 

Sa

31

Aug

2019

Bürgernah und aktiv vor Ort

… ist seit vielen Jahren das Motto der FDP Zülpich.  Wir kleben nicht an den Lippen einer Bundespartei, sondern möchten gerne den liberalen Gedanken in Zülpich weiter entwickeln.

 

Tatsächlich wichtig ist allerdings, der dauerhafte Austausch mit den Menschen aus Zülpich. Wir sind nur ein kleiner Teil davon, der auch intern über Themen diskutiert und Ergebnisse demokratisch abstimmt. 

 

Aber über was reden wir? Über Themen!

 

Themen, die Zülpich betreffen und nicht die große Weltpolitik beeinflussen sollen. Was haben aber der Bund und Zülpich gemeinsam? Die Antwort lautet Beton-Koalitionen, die themenresistent regieren. Egal, welche Themen zur Abstimmung stehen- das Ergebnis steht schon vor den Redebeiträgen der kleineren Parteien fest. Sollten wir nicht langsam mal Themen-Koalitionen anstreben?

 

Man wirft uns derzeit teilweise vor, dass wir an dem Arbeitskreis in Sachen Umwelt und Klima in Zülpich nicht teilnehmen. Nach dem desaströsen Ergebnis des sog. „Arbeitskreis Mensa“ sehen wir solche Verantstaltungen skeptisch. Wir erninnern uns: Die FDP Zülpich wollte als einzige Partei eine „Frische-Küche“ und keinen Caterer. Das Ergebnis des zweijährigen Arbeitskreises ist, dass nun ein Jahr nach der Entscheidung für den Caterer, ganze 12 Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen die Mensa freiwillig besuchen.

 

Gerade der Austausch mit den Menschen in den sozialen Netzwerken hat uns immer wieder ermutigt, bei unserer Haltung für frisch zubereitete Speisen zu bleiben. Richtig ist, dass wir wegen unserer Offenheit in den Netzwerken, immer wieder  beschimpft wurden. In Sachen Umweltschutz in Zülpich haben wir schon viele, konkrete Vorschläge gemacht- nachlesbar auf unserer internet Seite oder auf facebook. Scheinbar haber wir wenigstens die neun Linden in der Krefelder Straße gerettet. Es ist ok, wenn andere Parteien unsere Ideen kopieren und als eigenen Erfolg verkaufen wollen. Wir setzen auf mündige Bürger.

 

Was passiert jetzt?

 

Pünktlich, ein Jahr vor der Wahl, tauchen Vertreter „pominenter“ Parteien ebenfalls in den Netzwerken in „Herdenstärke“ auf.  Darüber freuen wir uns. Nun ist es den Menschen in Zülpich möglich, auch von einer „großen“ Partei zeitnah informiert zu werden. Das ist toll! 

 

Mit uns können Sie nicht nur in den Netzwerken, sondern auch live diskutieren. Unsere Stammtische sind öffentlich und bürgernah.

 

Wir sollten gemeinsam AKTIV werden und Zülpicher Themen besprechen. Sie sind herzlich eingeladen.

 

 

Sa

27

Jul

2019

Sollen neun Linden für die Bördebahn fallen?

Der Rat hat klug entschieden, als er die Haltestelle „Zülpich“ für die Bördebahn an einen Ort in der Krefelder Straße verlegt hat, an dem ein Neubaugebiet entstehen wird. Somit ist genügend Zeit, die Bördebahn bei Vollbetrieb an einem strategisch guten Platz halten zu lassen.

 

Für den sog. Vorlaufbetrieb ist eine Haltestelle nahe des heutigen „Bahnhofs“ angedacht. Über die Karolinger Straße könnten die Zubringer-Busse die vorläufige Haltestelle bequem erreichen. Allerdings haben die Busse anschließend leichte Probleme die Römerallee wieder zu erreichen, um weiterfahren zu können. Aus unserer Sicht ist dies aber nur ein kleines Problem, das vielleicht fünf Minuten Zeitverlust verursachen könnte. 

 

Die angedachte Abholzung von neun Linden in der Krefelder Straße, nur um dort drei Haltebuchten für die Schwenkbusse zu errichten, lehnen wir kategorisch ab! Diese Linden gehören von je her zum Stadtbild von Zülpich. Es kann nicht sein, dass diese wertvollen Ökosysteme der Bördebahn zum Opfer fallen. Die Anfahrt über die Karolinger Straße sollte favorisiert werden. Für uns Zülpicher gibt es hier keinen Zielkonflikt. Die Linden müssen bleiben. Sollte eine Einbahnstraßen-Regelung von der Römerallee in die Krefelder Straße möglich sein, ohne dass die Linden fallen, kann man mit uns reden. Sonst nicht. Das Thema „Bördebahn“ bleibt spannend. 

 

Do

06

Jun

2019

Mut für einen neuen Weg! Ackerdemie!

Die letzten Monate zeigen deutlich, dass sich unsere jungen Menschen, mehr denn je, für den Erhalt der Umwelt begeistern. Während sich die sog. Elite der Erwachsenen immer weiter nur streitet, könnten wir in Zülpich einen neuen Weg gehen.

Selbstverständlich ist uns bekannt, dass der neue Campus auch einen kleinen Schulgarten vorsieht. Dort kann aber bestenfalls von einer Bonsai-Bepflanzung gesprochen werden. Als gemeinnütziger Verein beteiligt sich die Ackerdemie e.V. an der Finanzierung und Umsetzung des Bildungsprogramms „GemüseAckerdemie“ bundesweit. Das Programm lässt sich individuell in das bestehende Lehrangebot von Schulen intergrieren.Die Ziele sind Vermittlung von praktischem Wissen in der Ernährung, Weiterentwicklung sozialer Kompetenzen, aber insbersondere die Wertschätzung der Natur bereits in jungen Jahren in den Köpfen zu unterstützen. Dabei geht es nicht nur um den Anbau von heimischen Gemüsesorten, sondern auch um die Anlage und Pflege von insektenfreundlichen Blühwiesen. Säen, Pflegen, Ernten durch unsere Schülerinnen und Schüler! Natürlich vermittelt der Verein nicht nur Fachkräfte vor Ort, sondern schult auch die Lehrerinnen und Lehrer. Die Liste der Förderungen ist sehr lang und würde hier den Rahmen sprengen.

Bekanntlich soll hinter der Realschule die letzte Grünfläche im Schulbereich durch fünf Häuser zu betoniert werden. Wir sind der Meinung, dass aber genau dort der richtige Platz für einen Raum ist, der von allen Zülpicher Schulen bewirtschaftet werden könnte. Häuser bauen geht immer. In Zülpich ist ausreichend Platz vorhanden, um die Bebauung weiterzuführen. Gebraucht werden 42 ha, vorhanden sind rund 110 ha, um den Bedarf bis 2040 zu decken. Die angedachte Zuwegung für die Feuerwehr und die Parkplätze können dennoch gewährleistet werden.

Wenn wir es in Zülpich schaffen, unsere Kinder und Jugendlichen für eine praktische Arbeit in der Natur zu gewinnen, ist der Schulstandort Zülpich mit einem absoluten Alleinstellungsmerkmal im Kreis Euskirchen ausgestattet. Wir sollten uns die Zeit nehmen, das Projekt genau zu analysieren, bevor die Bagger anrücken! Es ist eine Chance! Die Erkenntnisse können im theoretischen Unterricht in viele Fächer eingebaut werden.

Nur, wenn wir die Köpfe und Herzen der jungen Menschen erreichen, hat die Umwelt wirkliche noch eine Chance. Lassen Sie uns diesen mutigen Weg gemeinsam gehen.


So

28

Apr

2019

WIDERSTAND gegen Windenergie

Zur Windenergie gibt es jetzt den Plan in Vlatten, Stadt Heimbach, die vorhandenen 8 Windräder von 85-135 Metern Höhe durch 5 industrielle Windanlagen mit 200 Metern Höhe und der dreifachen Kapazität von je 4,5 Megawatt zu ersetzen. Gegen dieses Windrad-Repowering laufen die Bürger in Vlatten aber auch in den betroffenen Gebieten von Zülpich Sturm. Spontan hat sich  eine Bürgerinitiative gebildet mit dem Namen: Vlatten läuft Sturm und dem Ziel die intakte Dorfgemeinschaft gegen „windige Investitionen“ zu erhalten. Heftige Folgen des Repowering würde es in Zülpich für die Bewohner von  Bürvenich und Eppenich geben, und zwar als Schall, Infraschall, Schattenwurf, optisch bedrängender Wirkung usw. Wege der Höhe der Anlagen würde  auch der Bereich von Langendorf über Merzenich, Sinzenich bis Schwerfen und darüberhinaus auch die Kernstadt betroffen sein. 

 

Bürgermeister Hürtgen zeigte in einem Interview viel Verständnis für die Besorgnisse der Bürgerinnen und Bürger und lehnte die Vorhaben in Vlatten strikt ab. Eine gute und entschlossene Entscheidung des Bürgermeisters, die von den Freien Demokraten voll unterstützt wird. Es geht um die Gesundheit und Lebensfreude der Bürgerinnen und Bürger.  Und auch um den Erhalt der Natur, um den Schutz von bedrohten Arten in der Bördelandschaft und vieler Kulturdenkmäler.  

 

Eine ähnliche Entscheidung  hätten die Bürger in Enzen sicher in den letzten Jahren gern gesehen. Denn trotz der Ablehnung der Windenergie-Planung durch die Bezirksregierung in Köln wollen der Bürgermeister und die CDU im Stadtgebiet weiter Windkraftplanung betreiben. Noch im letzten Amtsblatt hatte die CDU den Plan wiederholt, ausreichenden Raum für die Windenergie auszuweisen. 

 

Dabei hatte die CDU Landtagsfraktion gemeinsam mit der FDP eine Verringerung des Ausbaus von Windanlagen im Wahlkampf versprochen und im Koalitionsvertrag vereinbart.  Ziel war,  die Anwohner von Windanlagen vor gesundheitlichen Schädigungen zu schützen mittels größerer Vorsorgeabstände zu Windanlagen. Und Fachleute, wie auch Gewerbe und Industrieverbände  weisen seit langem darauf hin,  dass mit Windenergie oder Erneuerbarer Energien keine sichere Stromversorgung im Industrieland NRW möglich ist. Egal wie viel an Windstrom-Kapazität noch dazu gebaut wird. Beginnt jetzt auch in Zülpich ein Umdenken? 

 

 

 

Di

02

Apr

2019

Zülpich und der Chef!

Am 27.03.2019 erschien im „Kölner Stadt-Anzeiger“ ein interessanter Bericht über den aktuellen Stand des in Zülpich geplanten E-Commerce-Centers von Karstadt / Kaufhof. In der Chronologie ist unter anderem zu lesen, dass auf der Pressekonferenz am 24.05.2017 die Zülpicher über das Lager informiert wurden. Das Projekt wurde zur Chefsache erklärt. Zwei Monate später, nämlich am 27.05.2017, wurden die Euler-Hermes Kreditversicherungen für Kaufhof zurückgenommen, da Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bestanden. Zwei Jahre später – so ist zu lesen – wird der Bau des Lagers auf unbestimmte Zeit vertagt.

 

Sicherlich ist die Fusion von Karstadt und Kaufhof für alle Beteiligte eine große Herausforderung. Der neue Konzern muss sich am Markt zunächst strategisch plazieren. Dazu gehören natürlich auch Standort-Analysen. Daher ist es möglicherweise sinnvoll, dass die Zülpicher Politik ein weiteres Zeitfenster für die Standortentscheidung öffnet. 

 

Fraglich ist aber, ob wir hier gerade „Skat spielen“! 

 

 

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Fr

01

Mär

2019

Bürgerinitiative und FDP könnten sich durchsetzen! Doch keine Windräder neben Enzen?

In der Woche des 18. Februar gab es eine gute Nachricht: Der Antrag der Stadt auf Genehmigung einer neuen Windkraftzone in Enzen und die Erweiterung der bekannten Zone in Mülheim-Wichterich bekam von der Bezirksregierung Köln keine positive Bewertung. Also wurde der Antrag wie schon einmal in 2017 zurückgezogen. Nun will der Bürgermeister mit dem Rat überlegen, ob noch einmal ein Versuch für mehr Windanlagen im Stadtgebiet gemacht werden kann und soll.

 

Seit 2015 haben die Freien Demokraten sich immer wieder dafür eingesetzt, dass in Zülpich keine weiteren Windkraftzonen mehr errichtet werden. Aber vor allem CDU, SPD, Grüne und Verwaltung  hatten 2015 auf Druck  der alten rot-grünen Landesregierung oder auch wegen erwarteter Pachteinnahmen in Enzen eine aufwendige Analyse für neue Windenergieflächen im Stadtgebiet gestartet. Und das, obwohl eine große Windkraftkonzentrationszone schon zwischen Autobahn und Mülheim-Wichterich vorhanden war.

 

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Di

29

Jan

2019

Naturschutz in Zülpich

Zülpich und seine Dörfer haben sich immer dadurch ausgezeichnet, dass die Wohnbebauung im Einklang mit der Natur stand. In der Vergangenheit wurden viele Neubaugebiete erschlossen und verkauft. Das ist gut, da Zülpich wachsen soll. Die finanziellen Zuflüsse sind für den Haushalt bitter notwendig. Aber alles hat seine Grenze. Naturschutz hat keine politische Farbe, sondern ist die Aufgabe aller. Leider fehlt es oft an der Kompetenz, mit nur wenigen Mitteln, ein Maximum zu erreichen. Natürlich ist mit uns Liberalen keine Kreation von Vorschriften oder Verboten zu machen. Wir greifen nicht in die Privatsphäre der Menschen ein! Stattdessen haben wir bereits Kontakt mit dem Naturschutzbund NABU aufgenommen. Experten dieser hervorragenden Organisation haben uns zugesagt, ihre Erfahrungen und ihr Können für Zülpich nutzbar zu machen. Die FDP Zülpich wurde bereits eingeladen- wir kommen gerne- hören zu- und lernen!

 

Wir Bürgerinnen und Bürger in Zülpich werden nicht darum herum kommen, bei uns selbst anzufangen. Wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, so wird Zülpich wirklich bunt. Für Tipps und Hinweise steht der NABU jedem zur Verfügung. Bitte nutzen Sie diese Chance!

 

Es liegen uns bereits Konzepte vor, wie der NABU auch den Seepark unterstützen könnte. Wäre es nicht toll, wenn die notwendige kaufmännische Ertüchtigung der GmbH mit Naturschutz-Profis Hand in Hand gehen könnte? Wir jedenfalls freuen uns auf die Zusammenarbeit und werden zu gegebener Zeit, entsprechende Anträge im Rat stellen. Unserer liberalen Linie, werden wir natürlich immer treu bleiben.

 

 

Do

10

Jan

2019

Mehr Barrierefreiheit für ältere Menschen

Sicherlich ist dafür in Zülpich schon etwas gemacht worden. Es erreichen uns jedoch zunehmend Hinweise, dass erheblicher Nachholbedarf besteht, um Stolperfallen weiter abzubauen. Menschen ohne Handicap können solche „Fallen“ zum Teil gar nicht erkennen. Der Abbau beginnt oft schon im eigenen Verhalten. Ein achtlos weggeworfener Gegenstand kann schon zur Barriere werden.

 

Nicht nur im Haus Baden oder im geriatrischen Zentrum leben ältere Menschen, für die solche Dinge zum Problem werden können. Der große Coup für eine Belebung der Innenstadt, wird wohl kaum gelingen. Jedoch könnte der konsequente Abbau von Barrieren und Stolperfallen die Lebensqualität auch im Alter deutlich erhöhen. Niemand sollte vergessen, dass er selbst alt wird oder durch Krankheit oder Unfall ein beschwerliches Handicap erleiden kann.

 

Wir werden uns zu diesem Thema mit dem LVR und den NEW in Verbindung setzen, um Zülpich von geschulten Fachleuten und Betroffenen überprüfen zu lassen. Auch aus den dabei gewonnen Erkenntnissen werden wir entsprechende Anträge formulieren.

 

 

Do

10

Jan

2019

Freizeitgestaltung für junge Menschen in und um Zülpich

Bereits im letzten Jahr haben unsere jungen Liberalen dieses Thema eröffnet. Es geht um eine selbstbestimmte Freizeitgestaltung. Natürlich bieten unsere Vereine schon sehr viele Möglichkeiten an. Tatsächlich jedoch geht es um Gestaltungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten, die frei von jeder Organisation sind. Junge Menschen sollten einen Treffpunkt haben, an dem sie unter sich sein können. Gestaltungsmöglichkeiten haben die jungen Menschen hier schon vorgestellt. In diesem Jahr werden wir entsprechende Anträge an die Verwaltung richten.

 

 

Do

06

Dez

2018

Digitalisierung an Schulen gehört in den Haushalt

Aus Düsseldorf hören wir, dass der von FDP und CDU vorgelegte Haushalt – anders als bei Rot/Grün – seit über 40 Jahren ohne neue Schulden auskommt. Die Schulden können sogar abgebaut werden. Mit 27 Milliarden Euro Gesamtzuweisungen an die Kommunen legt die Koalition den kommunalfreundlichsten Haushalt aller Zeiten vor. FDP und CDU investieren gleichzeitig in die digitale Infrastruktur. Auf Initiative der Bundes-FDP wurde ein Kompromiss gefunden, der den Bund in die Lage versetzt, künftig die Länder bei der Bildung zu unterstützen. Damit hat die FDP es geschafft, Gelder auch für die Investition in Köpfe und Qualität und nicht nur für eine Sachinfrastruktur und Beton bereitzustellen. 

 

Vor diesem Hintergrund ist es sicherlich kein Hexenwerk, auch für Zülpich erneut einen ausgeglichenen Haushalt vorzustellen.

Dies gilt insbesondere dann, wenn Fördergelder (= nur umverteilte Steuergelder der Bürger) die anstehenden Investitionen zwischen 70-90% im Haushalt „abfedern“.

 

Aus unserer Sicht können weitere Erhöhungen der Kommunalsteuern damit zunächst ausgeschlossen werden! Zunächst? Ja, Zülpich hat lange genug über seine Verhältnisse gelebt und es bleibt abzuwarten wie die künftige Ergebnispolitik der Verwaltung und „unserer“ GROKO aussehen wird.

 

Ohne eine bürgernahe Priorisierung wird es nicht gehen. Für uns stehen dabei Investitionen in die Digitalisierung an ALLEN unseren Schulen im Vordergrund! Nun steht zunächst eine enorme Investition in den sog. Campus an. Dieser werden wir uns sicher nicht verschließen. Aber die in den Kosten noch nicht erwähnte Umgehungsstraße, wird in der vorgestellten Form von uns abgelehnt.

 

Es kann ja wohl nicht wahr sein, dass eine neue Hauptverkehrsstraße am Haupteingang der Grundschule vorbei geführt wird. Die Weiterführung der „Umfahrung“ des Campus schlengelt sich dann weiter an den Turnhallen vorbei. Wie soll dort die Feuerwehr zum Ort der Not gelangen, wenn Eltern ihre Kinder zu den Schulen bringen oder von dort abholen? Es kann ja sein, dass einige Akteure ihren Blick euphorisiert auf dieses Projekt richten. Wir bevorzugen ein zu Ende gedachtes Projekt.

 

Nachdem mit dem Campus in äußere Schönheit investiert wurde, sollte sich die innere, qualitative Aufwertung der Schulen durch ein kluges Digitalisierungskonzept schnellstens anschließen.

 

 

 

Di

25

Sep

2018

Ist der Haushaltsausgleich 2019 in Gefahr?

Im letzten Amtsblatt konnten wir von der CDU erfahren, dass der Haushaltsausgleich im Jahr 2019 möglicherweise in Gefahr ist. Begründet wird dies mit weniger Schlüsselzuweisungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro. Dazu sollte man wissen, dass diese Verringerung keinesfalls überraschend kommt. Weniger Schlüsselzuweisungen erhält eine Gemeinde dann, wenn die eigene Steuerkraft höher eingeschätzt wird und damit ein Ausgleich wieder herbeigeführt werden kann. Kompliziert!

 

Was muss getan werden?

 

Der Haushalt ist für alle Bürgerinnen und Bürger ein zentraler Bestandteil, hängt doch von seinem Ausgleich ab, ob die kommunalen Steuern erhöht werden müssen oder nicht. Das die CDU im Vorwahljahr keine Steuererhöhung in Umlauf bringen möchte, ist allzu leicht verständlich. Also geht es um Einsparungen

 

Im Sinne des Gemeinwohls ist die FDP bereit, mit der regierenden CDU über solche Sparmaßnahmen ergebnisoffen zu sprechen. Hier sollten in der Tat alle Fraktionen ihr  „klein-klein“ über Bord werfen und bei einer entsprechenden Einladung, versuchen, den Haushalt 2019 auszugleichen. 

 

Die CDU beruft sich darauf, nun so zu handeln wie man es bei einem privaten Haushalt macht. Bei einem Loch in der Kasse, sollten die Ausgaben gekürzt werden. Das ist löblich! Unverständlich ist dann allerdings, warum man nun noch für 170.000 € einen neuen Teppichboden im Rathaus verlegen möchte. Mit dem Verzicht auf solche Ausgaben, kann die Verwaltung selbst ein Zeichen setzen, um auch den Bürgern das Sparen plausibel zu machen. Auch wir haben dieser konsumptiven Ausgabe zugestimmt. Allerdings erfolgte unsere Zustimmung unter dem Eindruck, dass die von der Verwaltung prognostizierten Überschüsse auch Wahrheit werden. Offenbar haben wir hier einen Fehler gemacht. Bevor wir dem Haushalt 2018 zugestimmt haben, wurde dieser von uns auf Herz und Nieren geprüft. Er war zurecht ausgeglichen. Was wir aber versäumt haben, war eine genaue Prüfung der Ergebnisfortschreibung- also der Prognosen für die Folgejahre. Dies wird sicher nicht erneut vorkommen. Die Ergebnisfortschreibung ist so knapp bemessen, dass wir von Steuererhöhungen, spätestens nach den Wahlen 2020 ausgehen. Für 2019 z.B. ist bei einem 50 Mio € Haushalt ein positives Ergebnis von rund 51.000 € und für 2020 ein Ergebnis von rund 73.000 € geplant. Kann das funktionieren? 

 

 

Di

28

Aug

2018

Freizeit und Erlebniswelt in Zülpich

Bereits im letzten Artikel haben wir über die Freizeitangebote für junge Menschen in Zülpich berichtet. Viele Zülpicher haben auf unseren Artikel sehr positiv reagiert. Dabei spielte es keine Rolle, ob man die FDP mag oder nicht. Richtigerweise wurde das Projekt als „sehr gut“ bezeichnet und die FDP lediglich als die Partei wahrgenommen, die gute Ideen für unsere Heimatstadt entwickelt. Kommunalpolitik wird in Zülpich für Zülpich gemacht

 

Gleich nach der Veröffentlichung haben sich die Boule-Freunde Zülpich bei uns gemeldet. Sie spielen mittwochs und samstags ab 14:00 Uhr auf fünf Bahnen. Der Platz liegt zwischen Bach- und Weiertor. Für Anfänger und Interessierte werden die Kugeln kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein Monatsbeitrag von 2,00 Euro ist nicht übertrieben. Die Boule-Freunde würden sich freuen, bald noch mehr junge Menschen und Familien begrüßen zu dürfen.

 

Wir konnten alle erleben, dass der Seepark und die zahlreichen Verantstaltungen in unserer Stadt nicht nur Besucher nach Zülpich gezogen haben, sondern auch viele Zülpicher begeistert waren. Verbesserungen gibt es immer. Vorschläge sollten offen angesprochen werden.

 

Es bleibt aber dabei, dass unsere jungen Mitbürger quer durch Zülpich gescheucht werden, weil sie keinen vernünftigen Platz zum „chillen“ finden können. Wir möchte nochmals die Vorschläge unserer „Jungen Liberalen“ in Erinnerung rufen (nachlesbar auf unserer Internetseite).

 

Zum Thema Hunde in Zülpich

 

Immer wieder beschweren sich Menschen über die Hundehalter unserer Stadt. Dies ist auch o.k., wenn die Hinterlassenschaften nicht beseitigt werden. Gleichsam ungehobelt ist es, wenn Hunde keine Leinenführigkeit kennengelernt haben und ständig auf andere Leute zuziehen. Aber es ist auch so, dass Hunde Familienmitglieder und treusete Freunde sind. Daher fordern wir erneut, dass es in Zülpich einen Hundeplatz geben soll! Hier sollen Hunde toben und spielen, aber sehr wohl auch Gehorsam lernen. Ein Hundeführerschein kann das Ziel sein. Hunde gehören in unsere Gesellschaft. Gut erzogene Hunde sind eine Bereicherung der Lebensqualität und ergänzen das Stadtbild auf natürliche Weise.

 

Alle vorgeschlagenen Projekte sind mittelfristig realisierbar. Schade ist, dass weder die Verwaltung, noch eine einzige andere Partei bisher zugesagt hat, unsere Vorhaben zu unterstützen.

 

 

Di

03

Jul

2018

Freuen sich Ihre Kinder auch schon auf Tiefkühlkost ?

Durch eine Initiative der FDP wurde vor 16 Monaten ein sogenannter Arbeitskreis MENSA gegründet. Ziel war es, das leerstehende Forum für unsere Schülerinnen und Schüler wieder als Mensa nutzbar zu machen. Es sollte ein gesundes Essen angeboten werden, damit eine Alternative zu den Imbissbuden in der Münsterstraße hergestellt werden konnte. Zwei voneinander unabhängige Umfragen unter den Schülern ergab, dass sich eine klare Mehrheit frisch zubereitetes Essen wünscht. 

 

Was hätte dafür gesprochen?

Der Umgang mit frischen Lebensmitteln können Schüler nicht früh genug lernen. Ein durchdachtes und fertiges Konzept für diesen gewagten Schritt lag vor. Unabhängig von der Schulform, hätten sich alle weiterführenden Schulen, aber auch die Grundschule im Rahmen der Ernährungswirtschaft beteiligen können. Selbstverständlich hätte der Einkauf und die Verarbeitung regionaler Produkte dazugehört. Gerade in einer Zeit, in der Lebensmittel in unserer Gesellschaft oft zum Wegwerf-Produkt verkommen, wäre die Beschulung und die Vermittlung von Kenntnissen in diesem Bereich eine moderne und nachhaltige Form von Bildung gewesen. Am Geld wäre es nicht gescheitert, da eine externe Stiftung der Stadt Zülpich eine Kochküche, mit allen Anforderungen, geschenkt hätte. Ein Betreiber stand zwei Jahre in den Startlöchern. Andere Einrichtungen, die eine Frisch-Küche betreiben, machen uns vor, dass die Kalkulation durchaus auf solide Füße gestellt werden kann, wenn alle Beteiligten das Bildungskonzept auch wirklich „leben“! 

 

Was spricht dagegen?

Nun, mögliche Zweifel am Betreiber? Bequemlichkeit? Angst vor etwas Neuem? Suchen Sie, meine Damen und Herren, bitte selbst nach Gründen. Uns fallen nicht viele ein.

 

Ergebnis nach 16 Monaten Arbeitskreis!

Es wird ein Caterer kommen, der unsere Kinder mit tiefgekühlten Essens-Komponenten „beglücken“ wird. Ein Barzahlsystem für Spontanesser wurde nicht erarbeitet. Die Schulen zeigen kein besonderes Interesse an diesem Beköstigungsvorhaben. Kein Hauch von Bildung, keine Schüler- und Elternbeteiligung, die Grundschüler in der OGS müssen dort essen, ob sie wollen oder nicht- all das nach  16 Monaten!

 

Was finden wir trotzdem gut?

Die Aufenthaltsqualität im Forum wird deutlich aufgewertet. Es soll Ruhezonen für die Schüler geben. Weiterhin sollen Trennwände, neue Stühle und Tische gekauft werden.

 

Im Sinne unserer Kinder sagen wir „guten Appetit“!

 

 

Di

05

Jun

2018

Haushalt 2018

Bei einem Gesamtvolumen von rund 50 Millionen Euro, weist die Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen ein positives Ergebnis von rund 100.000 Euro aus. Dieser Überschuss wird in Sonderheit durch externe Faktoren wie mehr Schlüsselzuweisungen, höherer Gemeindeanteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer usw. mit einem Betrag von 500.000 Euro gespeist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es keine weiteren Steuererhöhungen in Zülpich gegeben hat. Richtig ist also, dass insbesondere die gute Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch in Zülpich endlich angekommen ist. Damit bleibt festzustellen, dass kein lokaler Verantwortungsträger einen entscheidenden Beitrag zum positiven Erbebnis geleistet hat. Ein entscheidender Faktor ist dabei, dass das allgemeine Zinsniveau noch (!) historisch tief ist. Steigt der Marktzins nur um 0,5%, so fliegt unser schönes Plus so hoch in die Luft, dass es knusprig gebraten und pulverisiert vom Dachsims rieselt.

 

Durch den Verkauf von Flächen für Neubaugebiete und Gewerbeansiedlungen kamen erhebliche liquide Mittel in den Haushalt. Ein Teil dieser Mittel wird für Schuldenreduzierungen verwendet werden. Diesem Verhalten stimmen wir ausdrücklich zu. 

 

In Zülpich wird nicht die Weltpolitik entschieden. Aber durch aktive, kommunale und bürgernahe Arbeit, können wir links- und rechtsradikalen Wahnsinn in unserer schönen Römerstadt verhindern.

 

 

Do

31

Mai

2018

Informationsbroschüre der FDP Zülpich

Mo

21

Mai

2018

Haushaltsrede der FDP Zülpich zum Haushalt 2018

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung,

 

gerne möchte ich mich im Namen der FDP Fraktion für Ihre Arbeit im vergangenen Jahr bedanken. Ebenfalls bedanke ich mich bei allen ehrenamtlich tätigen Menschen, ohne deren Zutun wir die vielen Aufgaben in unserer Stadt nicht hätten stemmen können. Die jetzt von allen Fraktionen beschlossene Einführung der Ehrenamtskarte kann dabei nur ein kleines Symbol unserer gemeinschaftlichen Wertschätzung sein.

 

Es ist guter und statthafter Brauch, dass unserem Beigeordnetem, Herrn Ottmar Voigt für seine tolle Unterstützung der Fraktionen besonders zu danken ist. 

 

Kommen wir zum Haushalt 2018.

 

Zunächst möchte ich auf den Ergebnisplan eingehen.

 

Bei einem Gesamtvolumen von rund 50 Mio. Euro, weist die Gegenüberstellung der Erträge und Aufwendungen ein positives Ergebnis von rund 100.000 Euro aus. Ob es sich dabei um ein kreatives Zahlen- oder belastbares Rechenwerk handelt, möchte ich in diesem Jahr nicht bewerten. Andere Dinge sind wichtiger.

 

Wesentlich bedeutsamer ist die Tatsache, dass dieses Ergebnis ohne weitere Steuererhöhungen dargestellt werden kann. Am 18.12.2012 – lange ist es her, aber nicht vergessen- hat die FDP einer Steuererhöhung von damals 403%- Punkten auf 550%-Punkte zugestimmt. Selbstverständlich rede ich hier über den Hebesatz der Grundsteuer B.

 

Gelandet sind wir nun bei 690%-Punkten. Ich schließe mich ausdrücklich den Worten von Herrn Bürgermeister Hürtgen an, dass dies insbesondere auf eine sehr gute Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen ist. Diese ehrliche Aussage kann auch anhand der für den Haushalt wichtigen, externen Einflussfaktoren abgelesen werden.

 

Als externe Faktoren können die Schlüsselzuweisungen, Anteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer, Allgemeine Kreisumlage, ÖPNV Umlage, KITA-Träger Rettungspaket, Mehrbealstungen im Bereich der Krankenhausfinanzierung und der Asylbewerberbetreuung bezeichnet werden. 

 

Saldiert man die Erträge und Aufwendungen aus diesen Bereichen, so ergibt sich für die Stadt Zülpich ein Mehrertrag von rund 500.000 Euro. Damit wird klar, dass der ausgewiesene Gesamtüberschuss von 100.000 Euro in der Tat noch auf mehr als dünnem Eis daher kommt und ohne externe „Hilfe“ gar nicht möglich gewesen wäre. 

 

Von besondere Bedeutung für mich ist die Tatsache, dass unserer Kämmerer in den letzten Jahren das Vorsichtsprinzip offenbar stets beachtet hat. Sonst wäre es nicht möglich gewesen 2,6 Mio Euro aus Aufwandsrückstellungen vergangener Jahre ergebnisneutral in den Haushalt 2018 einfließen zu lassen. Respekt Herr Voigt!

 

Als FDP Fraktion haben wir - wie die meisten anderen Fraktionen - in Zülpich eine rasante Entwicklung begleitet. Dazu gehören Neuansiedlungen im Gewerbegebiet ebenso wie die Ausweisung von Neubaugebieten in und um Zülpich mit seinen Dörfern. Daraus folgt aber auch die Notwendigkeit die Strukturen anzupassen. Dabei denke ich beispielsweise an den Ausbau sinnvoller städtischer Infrastrukturen in allen möglichen Bereichen. Ich werde gleich ein Beispiel nennen. Zunächst jedoch möchte ich auf den Schulcampus eingehen. 

 

Erfreulich ist die Tatsche, dass im Haushalt 2018 ein Betrag von 30.000 Euro vorgehalten wird, damit die Räumlichkeiten im Forum für einen Mensabetrieb ausgestattet werden können. Jetzt bleibt nur noch ein kleines Problem übrig. Es gibt dort nichts zu essen. Als FDP hatten wir uns für „frisches kochen vor Ort“ stark gemacht. Wir konnten sogar einen Investor finden, der den prominenten sechsstelligen Betrag für eine Kochküche bereitgestellt hätte. Aber hier werden sich wohl andere Bespeisungsmethoden durchsetzen- schade! Für uns ist eine attraktive Mensa mit frischen Speisen ein nicht zu unterschätzender Schul- Standort-Faktor.

 

Gewerbeansiedlungen, Neubaugebiete mit entsprechnedem Familienzuzug sind Herausforderungen. Es darf nicht passieren, dass wir den damit verbundenen Entwicklungen zu einem späteren Zeitpunkt hinterherlaufen. Daher fordert die FDP eine strategische Prioritätenliste für künftige Maßnahmen. 

 

Aus unserer Sicht muss eine „Aktions-Matrix“ erarbeitet werden, die sowohl gegenwärtige als auch schon künfig erkennbare Probleme abbildet und Lösungen impliziert. An dieser Stelle möchte ich den von fast allen Fraktionen als notwendig erkannten Ausbau des Wirtschaftswegs von der L 162 aus Nemmenich in Richtung Römerallee erwähnen. Die Bonner Straße und der Frankengraben stehen vor einem Verkehrskollaps. Der Ausbau eines kleinen Wegs kann hier sehr viel bewirken. Wenn dort ein Schnellbus herfahren kann, so können dies auch PKW. Ein eventuell vorhandender Feldhamster wird die unterschiedliche Melodie zwischen Bus und PKW nicht wie eine Oper von Rockmusik unterscheiden können. 

 

Nun möchte ich noch kurz auf den vorgestellten Finanzplan eingehen.

 

Dieser Finanzplan ist für Zülpich von überragender Bedeutung. Bisher befand sich ein Monster in der Dunkelheit. Jedoch ist langsam aber sicher klar, dass dieses Monster bereits aus der Dämmerung herausgetreten und seine Schatten im  Zwielicht erkennbar werden. Ich rede unspektakulär über den Finanzparameter mit dem Namen Zins. Wir können in Zeiten von drohenden Handelskriegen und sonstigen von uns nicht zu beeinflussenden Ereignissen nicht zwingend davon ausgehen, dass der Zinssatz auf dem heutigen Niveau bleiben wird. Kurz gerechnet: Steigt der Marktzins um nur 0,5%, so fliegt unser schöner Ergebnisplan so hoch in die Luft, dass er knusprig gebraten  und pulverisiert bei Herrn Rosenke vom Dachsims rieselt. 

 

Daher ist es absolut notwendig, dass unser Haushalt von diesem Finanzparameter unabhängig wird. Und dies kann nur durch Entschuldung geschehen.

 

Der Haushalt 2018 zeigt im investiven Bereich bereits eine Entschuldung von rund 2,5 Mio. Euro. Ergänzt wird diese tolle Nachricht, indem auch die Liquiditätskredite tendenziell deutlich abnehmen werden. 

 

Perspektivisch kann dieser Trend eigentlich nur durch einen all zu üppigen Ausgaben-Wahn im Zusammenhang mit der Bördebahn gestoppt werden. Aber, meine Damen und Herren, die Bördebahn ist ein Glaubensbekenntnis, das durch eine Vielzahl von Menschen gewünscht und mit ihren Steuergelder finanziert werden wird. Künftige Haushalte unserer Stadt werden hier im konsumptiven Sektor hunderttausende von Euro verkraften müssen. Ich kann nur hoffen, dass eine grüne Lokomotivführerin sich dabei nicht mit all zu vielen Forderungen durchsetzen kann.

 

Somit bleibt folgendes Fazit:

 

Es gibt einen schönen Satz von Franz Kafka. Er lautet: „Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da.“

 

Natürlich habe ich nach Hindernissen gesucht. Das Ergebnis der Analyse ist schnell erzählt. Kafka hatte recht. Es gibt in der Tat kein zwingendes Hindernis dem Haushalt 2018 die Zustimmung zu versagen. Die Gründe dafür habe ich genannt, aber auch Prioritäten eingefordert.

 

Seriöse Oppositionsarbeit darf nicht mit ständigem Opportunismus verwechselt werden.

 

Die FDP Fraktion stimmt also dem Haushalt 2018 nach Jahren der Ablehnung diesmal gerne zu.

 

Den Bürgermeister und mich verbindet der Glaube an die Trinität und die Hoffnung, dass der liebe Gott unsere schöne Stadt mit ihrem Haushalt keine Sekunde aus den Augen verlieren wird.

 

Also, Herr Bürgermeiser, Herr Beigeordneter, vielen Dank für das vorgelegte Zahlen- und Rechenwerk.

 

 

Do

26

Apr

2018

Wie kann der Energiewende in Zülpich geholfen werden?

Nun will die Stadt Zülpich die Windkraft wieder in Enzen und Mülheim-Wichterich vorantreiben. Nach einer FNP Änderung, die jetzt in die Offenlage gehen soll,  sind 2 mal  3 Windanlagen geplant. Zwar hat die Landesregierung im Änderungsentwurf vom 17.04.18 für den LEP einen Mindestabstand von 1.500 Metern zu Wohngebieten vorgesehen, um besser Vorsorge für Menschen und Natur in der Nähe industrieller Windanlagen zu treffen. Solange aber noch die alten rot-grünen Gesetze gelten, will die Stadt schnell noch Windräder bauen lassen und Pacht aus Windanlagen in Enzen kassieren. Die Bürger sind besorgt wegen gesundheitlicher Risiken durch Körperschall und  Infraschall und lehnen weitere Windräder in Zülpich mehrheitlich ab. 

 

Leider werden von Windrädern die Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes nicht unterstützt. Vor allem wegen technisch und ökologisch fehlender Speichermöglichkeiten für den Windstrom. Bei Windstrom verdienen nur wenige. Die Bürger, die Natur und die Landschaft der Börde und Eifel  verlieren.

 

Wie könnte der Energiewende wirklich geholfen werden?

 

Einen Beitrag sollte  ein verstärkter Einsatz der Fotovoltaik  bei Wohngebäuden bringen. Ein Beispiel aus Zülpich. Werden die Gebäudedächer -soweit geeignet - mit Fotovoltaik ausgerüstet, so ergibt sich eine rechnerische Kapazität von 87 Megawatt (MW). Dies zeigt eine Studie, die die Stadt gemeinsam mit dem RWE schon 2013 durchgeführt hat. Diese Analyse wird  gerade aktualisiert. Nach einer Faustregel entsprechen 3 MW Fotovoltaik  etwa 1 MW Windstrom. Das bedeutet, dass die von der Verwaltung jetzt noch vorgeplanten 6  Windräder mit je 3 MW Kapazität also 18 MW zusammen durch 54 MW Solarkapazität ersetzt werden könnten. Sicher ein ambitioniertes Ziel aber besser als weitere Windmühlen in Zülpich. Dazu sollte z.B. verstärkt auf die existierenden Förderprogramme für Fotovoltaik und die Ergebnisse der neuen RWE Studie verwiesen werden. Mit Fotovoltaik sind Stromkosten von unter 10 Cent je kWh im Eigenverbrauch möglich.

 

Parallel muss die Planung für Windkraft aufgegeben werden.  Ein Entschluss, der dem Willen der Bürger in den betroffenen Stadtgebieten sehr entgegenkommen würde. Sicher ein Beispiel zum Nachdenken! Es funktioniert übrigens auch bei Mietwohnungen. Es gibt damit keine Verlierer!

 

Mit Fotovoltaik wird der Energiewende und den Klimazielen in Zülpich mehr geholfen als durch zusätzliche Windräder.